Louis Breitsohl, M.A.
DFG Graduiertenkolleg „Family Matters“ (2024– )
Fabulierte Differenzen – Zur historiographischen Konstruktion und Temporalisierung minoritärer Identitäten und Gemeinschaftsformen im aktuellen queeren Kino
Louis Breitsohl absolvierte ein Bachelorstudium in Medienkulturwissenschaften an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf und war während des Masterstudiums der Filmwissenschaften an der Freien Universität Berlin zugleich als Tutor und Mentor am Institut tätig. Neben der wissenschaftlichen Arbeit brachte sich Louis aktiv im kulturellen Leben der Stadt ein und sammelte wichtige organisatorische Erfahrungen, so z.B. als Vorstand und Ausrichter des 16. Filmfest Düsseldorf 2018 und als Co-Organisator eines Happenings 2019. Forschung und (künstlerische und berufliche) Praxis laufen bei Louis zusammen: Neben der Veröffentlichung mehrerer Artikel und Vorträge sind Erfahrungen im Filmsektor von großen Studioproduktionen bis hin zu Festivalarbeit und Filmdistribution vorhanden, sowie vielfältige, multimediale künstlerische Arbeiten, die u. A. bei Kunstausstellungen und internationalen Filmfestivals ausgestellt wurden. Louis forscht zu mentalen Bildern und agentiellen Szenen, queer-feministischen und intersektionalen Fragestellungen, psychoanalytischer Theoriebildung sowie historiographischen, filmischen Ästhetiken.
Das Dissertationsprojekt untersucht einen Korpus von verschiedenen Filmen des internationalen queeren Kinos, die unter dezidiertem Rückgriff auf die eigene, minoritäre Geschichtlichkeit einen Differenzcharakter der eigenen Identität, der eigenen sinnlichen Wahrnehmung, der eigenen Liebe und Sexualität und nicht zuletzt der eigenen Sprache behaupten. Ausgehend von diesen filmischen Positionen soll die Theorie einer medienspezifischen, queeren Historiografie entwickelt werden, in der fabulative Gemeinschaftsbildung, minoritäre Gedächtnisarbeit und historiografisches Tun ineinandergreifen und in der Konstruktion queeren Zeitlichkeiten münden, die aktuelle politisch-theoretische Fragestellung verhandeln.
Lea Letzel, M.A.
Lea Letzel ist Künstlerin, Regisseurin und Pyrotechnikerin, die interdisziplinäre performative Werke an der Schnittstelle von Klang, Musik, Medienkunst, Tanz und Raum entwickelt. Ihr Fokus liegt auf dem Konzertformat und der Erforschung der Bedingungen und Konventionen von Aufführungssituationen. Sie studierte Angewandte Theaterwissenschaft an der Justus-Liebig-Universität Gießen und Medienkunst an der Kunsthochschule für Medien Köln. Lea Letzel war an zahlreichen internationalen Ausstellungen und Performances beteiligt. Von 2019–2022 war sie Mitglied im „Jungen Kolleg“ der Nordrhein-Westfälischen Akademie der Wissenschaften und der Künste. Seit 2024 promoviert sie im interuniversitären Programm „Wissenschaft & Kunst“ in Salzburg. Seit 2025/26 hat Lea Letzel die Professur für Performance und neue musikalische Aufführungsformen an der HfK Bremen inne.
Anna Raisich, M.A.
DFG-Projekt: Die Kunst der Gewerke (2022-2027)
Anna Raisich studierte zunächst Kontrabass an der Hochschule für Musik und Theater München bevor sie an die LMU wechselte, um Theater- und Musikwissenschaft im Bachelor sowie Theaterwissenschaft und Gender Studies im Master zu studieren. In ihrer Bachelorarbeit befasste sie sich kritisch mit den Aktionen des Zentrums für Politische Schönheit. Das Masterstudium schloss sie mit einer Arbeit zum Theater als Gegenstand soziologischer Forschung ab. Im Anschluss an den Master war sie neben der Tätigkeit als Projektmitarbeiterin beim Festivalcampus der Ruhrtriennale wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Theaterwissenschaft München.
Seit September 2022 ist Anna Raisich dort im DFG-Forschungsprojekt Die Kunst der Gewerke: eine Praxeografie des Theaterapparats beschäftigt. In ihrer Dissertation (AT: Technische Details: Relationalität, Materialität und Werte des Theaters) befasst sie sich u.a. mit Ordnungs- und Organisationspraktiken am Stadttheater. Durch Übersetzung zentraler Konzepte und Einsichten der Akteur-Netzwerk-Theorie und Science and Technology Studies für die Theaterwissenschaft leistet ihre Arbeit einen Beitrag zur andauernden methodologischen Debatte und der damit einhergehenden Rekonfiguration des Fachs sowie zur Suche nach relationalen und materialistischen Sprechweisen über Theater. Ziel der empirisch fundierten Theoriebildung ist es, bislang weitgehend ausgeklammerte Aspekte der Theaterproduktion zu beleuchten und die Frage danach, was ein besseres, nachhaltigeres oder zukunftsfähiges Theater sein kann, im Dialog mit der Praxis zu erörtern.
Luise Barsch, M.A.
DFG-Projekt: Die Kunst der Gewerke (2022-2025)
Luise Barsch hat einen Bachelorabschluss in Philosophie und Literaturwissenschaft an der Universität Erfurt absolviert. Nach ersten beruflichen Erfahrungen im außerakademischen Bereich hat sie an der LMU München den Master in Theaterforschung und kulturelle Praxis erfolgreich beendet mit einer qualitativen Interviewstudie über Technik und Theater. Ästhetik, Arbeit und Gender auf der Hinterbühne.
Während ihres Studiums hat sie als Dramaturgie- und Regiehospitantin an der Bayerischen Staatsoper, am Münchner Residenztheater und am Gärtnerplatztheater München u.a. mit Simon Stone, Antonio Latella, Herbert Föttinger und Laura Olivi zusammen gearbeitet. Im Jahr 2020 wurde das interdisziplinäre Münchner Format Cultural Policy Lab von ihr mitorganisiert und geleitet.
Seit September 2022 ist Luise Barsch im DFG-Forschungsprojekt Die Kunst der Gewerke: eine Praxeografie des Theaterapparats beschäftigt und promoviert dort.
Sylvia Sobottka, M.A.
Das Schauspiel-Grundlagenseminar. Eine ethnografische Feldstudie
Sylvia Sobottka studierte Szenische Künste an der Universität Hildesheim und Theaterregie an der Otto Falckenberg Schule in München. In ihrer künstlerischen Praxis arbeitet sie als Regisseurin und Dramaturgin im Stadt- und Staatstheater (u.a. Theater Bremen, Theater Freiburg, Bürgerbühne des Staatsschauspiel Dresden), sowie in der Freien Szene. Seit 2019 ist sie Wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Zürcher Hochschule der Künste (ZHdK) im Master Theater mit den Schwerpunkten Zeitgenössisches Theater, Dramaturgie, Disability & Theater, ethnografische Forschungsmethoden in den Künsten, sowie externe Lehrbeauftragte an verschiedenen Schauspielschulen im deutschsprachigen Raum. Zudem ist sie Diversitätsagentin des Fachbereichs Theater des Departement Darstellende Künste und Film an der ZHdK.
Julia Thurn, M.A.
Entstehung von Atmosphären im theatralen Produktionsprozess (2019– )
Julia Thurn studierte Theater- und Medienwissenschaft sowie English and American Studies an der FAU Erlangen-Nürnberg. Nach dem Master im Fach Theaterwissenschaft absolvierte sie Assistenzen in den Bereichen Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, Regie und Dramaturgie in der Freien Szene sowie an Stadttheatern in der Metropolregion Nürnberg. Seit 2019 promoviert sie neben und über ihre Arbeit als Dramaturgin am Stadttheater Fürth an der LMU München. Momentan ist sie als Chefdramaturgin und Theaterpädagogin am Landestheater Eisenach tätig.
Iva Brdar, M.A.
DAAD-Forschungsstipendium (2017-2022)
Dramaturgy of Connections. Digital Intimacy in Theater and Performance Text
Iva Brdar hat ein Studium der Dramaturgie an der Fakultät für dramatische Künste in Belgrad absolviert und einen Master-Abschluss in Theaterwissenschaften an der Sorbonne Nouvelle Paris III erworben; außerdem hat sie das Frauenstudienprogramm am Zentrum für Frauenstudien in Belgrad abgeschlossen. Außerdem ist Iva Brdar eine preisgekrönte Dramatikerin, die ihre Forschungsinteressen in der Praxis erforscht. Ihr Stück Daumenregeln wurde mit dem Preis der Brücke Berlin und dem Preis des Sterijino Pozorje ausgezeichnet, mit Geraniums Can Survive Anything gewann sie den Preis der Heartefact Foundation, und Tomorrow Is (For Now) Always Here stand auf der Shortlist des Theatertreffens Stückemarkt. Ihre Stücke wurden in Theatern weltweit aufgeführt (Schauspiel Stuttgart, Kosmos Theater Wien, Cherry Arts Ithaca u. a.) und werden in Deutschland vom Rowohlt Verlag vertreten.
Derzeit promoviert sie als DAAD-Stipendiatin in Theaterwissenschaft an der Ludwig-Maximilians-Universität München.
Dr. Miriam Höller
Projektmittel der VolkswagenStiftung (2014-2019)
Traditioneller Fortschritt. Die elektrische Moderne im provinziellen Hoftheater am Beispiel Stuttgarts
Dr. Miriam Höller studierte Germanistik, Romanistik und Kulturanthropologie/Volkskunde in Bonn und Münster. Sie wurde 2019 an der LMU München mit einer Dissertation über Theater und Technik um 1900 promoviert. Zudem betreute sie bereits die Entwicklung digitaler Museums-Formate. Seit 2020 ist sie als Museumspädagogin mit dem Schwerpunkt Digitale Vermittlung am Deutschen Bergbau-Museum Bochum beschäftigt.
Zweitbetreuung
Özgür Eren, M.Sc.
Acting in Social VR: An Immersive Learning Experiment (2025– , Erstbetreuung: Prof. Dr. Raphael Zender)
Özgür Eren ist Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Stiftungslehrstuhl für Systeme der virtuellen Realität der Zeppelin Universität Friedrichshafen. Sein Hauptaugenmerk liegt auf natürlichen Benutzerschnittstellen in VR-Anwendungen.
Dr. Stephanie Schneider
Art and the Artificial Eye. Algorithmic Views of the Human Body Pose (2019–2024, Erstbetreuung: Prof. Dr. Hubertus Kohle)
Stefanie Schneider ist Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Kunstgeschichtlichen Institut der Philipps-Universität Marburg. Mit einem akademischen Hintergrund in Statistik, Informatik und Soziologie promovierte sie 2024 in Kunstgeschichte.